Landes-Wanderrudertreffen Kloster Lehnin
Am Wochenende vom 3. bis 5. Juli 2026 stand das Landes-Wanderrudertreffen des LRV Brandenburg auf dem Programm. Gleichzeitig feierte der SV Kloster Lehnin 100 Jahre Rudern – ein schöner Anlass, mal wieder in dieser Ecke Brandenburgs zu rudern.
Schon Anfang des Jahres hatten wir uns mit einigen Ruderkameradinnen und -kameraden aus Birkenwerder verabredet, gemeinsam nach Lehnin zu fahren. Also hieß es am Freitagnachmittag: Zelt, Schlafsäcke, Isomatten und Wechselkleidung ins Auto – und los!
Ganz so schnell ging es dann allerdings nicht. Hitzeschäden auf der Autobahn, ein paar Unfälle und der übliche Freitagsverkehr sorgten dafür, dass wir erst am frühen Abend ankamen. Nach der Begrüßung der ersten bekannten Gesichter wurde das Zelt aufgebaut und anschließend der gemütliche Teil des Abends eingeläutet. Bei angenehmen Temperaturen wurde viel erzählt und gelacht. Irgendwann verschwanden wir zwar im Zelt, aber wie das auf einem Zeltplatz nun einmal so ist: Nicht jeder hatte die gleiche Vorstellung davon, wann Nachtruhe beginnt.
Nach einem leckeren Frühstück in der Bootshalle der Segler ging es am Samstag mit den zugelosten Bussen nach Kirchmöser. Unser Gefährt war ein alter Ikarus – schon die Busfahrt war fast eine kleine Zeitreise. Dort warteten bereits die Boote, und auch die Mannschaften, die zuvor ausgelost worden waren. Heidi ruderte in einem Zweier mit Sportfreunden aus Rathenow, ich landete in einem Vierer. Das Schöne daran: Fast alle Mitrudernden waren alte Bekannte.
Nach einer kurzen Begrüßung durch die LRV-Präsidentin machten sich 15 Boote und ein Kirchboot gemeinsam auf den Weg Richtung Brandenburg. An der Schleuse in Brandenburg wurde gesammelt und gemeinsam geschleust, bevor es bei ordentlich Schiebewind weiterging. In Klein Kreutz wartete bereits die verdiente Mittagspause mit Nudeln, Tomatensoße und Getränken – genau das Richtige nach den ersten gut 20 Kilometern.
Schon während der Mittagspause änderte sich das Wetter. Es wurde kühler und schließlich setzte der Regen ein. Also Regenjacke an, Boote wieder ins Wasser und weiter ging es. Im Emster Kanal boten die Bäume noch etwas Schutz, auf dem Rietzer See zeigte der Regen dann aber, was er konnte. Über den Netzener See und den Klostersee erreichten wir schließlich ziemlich nass, aber gut gelaunt Lehnin.
Die Boote wurden an Land gebracht und für den Rücktransport am Sonntag vorbereitet. Leider hatte der Wettergott weiterhin wenig Erbarmen. Immer wieder regnete es, sodass die geplante Sommerparty eher zur Regenparty wurde.
Einige der rund 100 Teilnehmer packten ihre inzwischen gut durchfeuchteten Zelte zusammen und traten schon am Abend die Heimreise an. Der Rest ließ sich die Stimmung jedoch nicht verderben. Beim Grillbuffet mit vielen leckeren selbstgemachten Salaten wurde ausgiebig gegessen, erzählt und gelacht. Schließlich sind Ruderer bekanntermaßen wetterfest.
Am Sonntag stärkten wir uns noch einmal beim Frühstück, bevor sich die Wege trennten. Ein Teil der Teilnehmer ruderte die Boote zurück zu den ausleihenden Vereinen, wir machten uns auf den Heimweg. Auf uns wartete nämlich noch die Oberhavel-Kinderregatta beim RVP Saffonia in Heiligensee.
Unser herzlicher Dank geht an die vielen Helferinnen und Helfer des SV Kloster Lehnin. Sie haben mit viel Engagement und Liebe zum Detail ein tolles Wanderrudertreffen organisiert. Die Verpflegung war hervorragend, die Organisation ließ keine Wünsche offen – und dass wir dabei auch einmal richtig nass geworden sind, gehört beim Wanderrudern eben dazu. Denn wie heißt es so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter – nur die falsche Kleidung.
Heidi und Stefan